Artikel über die neuen Gewerbetarife der VPV in "Das Investment"

Hier findet ihr meinen Artikel über die neuen Gewerbetarife der VPV in "Das Investment".

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VPV-Gewerbetarif für klassische Betriebe: Gute Basis mit Ausbaupotenzial

Die VPV hat erstmals im Gewerbegeschäft ein eigenes Produkt für KMU und Vereine entwickelt. Die bisher enthaltenen Deckungsbausteine können Expertin Nadine Romming überzeugen.

Mit dem neuen Produkt „VPV Gewerbe- und Vereinsschutz“ präsentiert die VPV erstmals einen vollständig eigenständig entwickelten Gewerbetarif. Der Versicherer, bislang stark im Privatkundenbereich verankert, richtet sich mit dieser Lösung gezielt an kleine und mittlere Betriebe.


Der Fokus liegt klar auf dem klassischen Gewerbe rund um Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel, Bauunternehmen sowie auf Vereinen. Die Police lässt sich modular zusammenstellen, wodurch Sach- und Haftpflichtrisiken individuell absicherbar sind.

Klares Zielgruppenverständnis mit klaren Grenzen


Die VPV spricht mit diesem Tarif ausdrücklich Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis fünf Millionen Euro und maximal dreißig Mitarbeitern an. Dabei setzt der Versicherer auf eine bewusste Nähe zum regionalen Mittelstand.

Innerhalb dieser Zielgruppen finden sich zahlreiche branchenspezifische Leistungen bereits im Grundschutz wieder. So sind etwa Betriebseinrichtungen im Freien, Kühlgut, Baustellensachen oder Leergut mitversichert – jeweils mit praxisgerechten Entschädigungsgrenzen und moderaten
Selbstbeteiligungen.

Allerdings stößt das Produkt dort an seine Grenzen, wo die Risiken komplexer werden. Freie Berufe wie Notare, Ärzte, Steuerberater oder IT-Dienstleister finden in der VPV-Lösung keine geeignete Absicherung. Eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht, bei diesen Berufsgruppen meist unverzichtbar, ist nicht vorgesehen und muss über andere Anbieter gedeckt werden.

Solide Betriebshaftpflicht mit Fokus auf Handwerkstätigkeiten

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt die klassischen Ansprüche Dritter auf Personen-, Sach- und daraus resultierende Vermögensschäden ab. Darüber hinaus wurden zahlreiche Praxisanforderungen aus dem Handwerk und Bauwesen berücksichtigt. So sind Nachbesserungsbegleitschäden mit bis zu einer Million Euro je Schadenfall versichert. Auch Schäden am Gewerk von Subunternehmern sowie bestimmte Fälle im Zusammenhang mit Asbest sind abgedeckt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit einer verlängerten Nachhaftung bei Betriebsaufgabe – ein Aspekt, der insbesondere bei Betriebsübergaben oder Geschäftsaufgaben für viele Kunden von Bedeutung ist.

Zusätzliche Leistungserweiterungen bietet der optionale „Plus-Schutz“, der unter anderem eine Deckung für Betankungsschäden bei Mietfahrzeugen, eine erweiterte Produkthaftpflicht und eine noch weiter reichende Nachhaftung bis zu 30 Jahren vorsieht.

Inhaltsversicherung mit modernen Komponenten und Detailstärke

In der Inhaltsversicherung überzeugt der Tarif durch seine umfangreiche Grundabsicherung gegen klassische Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl und Elementarschäden. Besonders erfreulich ist die moderne Auslegung des Einbruchbegriffs: Auch das Überwinden elektronisch gesteuerter Schließzylinder sowie das missbräuchliche Verwenden von Transpondern oder Zugangskarten gelten ausdrücklich als Einbruch.

Ein starkes Leistungsmerkmal zeigt sich auch bei der Kostenübernahme für Sachverständige:
Bereits ab einer Schadenhöhe von 10.000 Euro werden diese übernommen – ein praxisnaher Vorteil.

Optional lassen sich Erweiterungen wie Elektronikversicherung, Werkverkehrstransporte, Glasbruch oder unbenannte Gefahren einschließen. Für kleinere Unternehmen ist eine pauschale Ertragsausfallversicherung enthalten, bei größeren Betrieben kann diese gezielt erweitert werden, etwa um Betriebsschließungen aufgrund behördlicher Anordnungen.

„Plus“-Baustein bietet Mehrwert und zusätzliche Sicherheit

Ein besonderes Augenmerk verdient der „Plus“-Baustein. So verzichtet die VPV bei einem Schaden bis 500.000 Euro vollständig auf den Einwand der Unterversicherung – eine Erleichterung sowohl für Kunden als auch für Makler, die damit eine zentrale Streitfrage im Schadenfall entschärfen können.

Auch die Kürzung der Leistung bei grob fahrlässiger Verletzung von Obliegenheiten entfällt bis zu einer Schadenhöhe von 100.000 Euro vollständig. Darüber hinaus wird die Versicherungsleistung bei Gefahrerhöhung nur gestaffelt reduziert. Weitere sinnvolle Erweiterungen sind unter anderem
die verlängerte Übernahme von Transport- und Lagerkosten auf bis zu 36 Monate sowie die Mitversicherung von Schäden durch Jamming (Störung von Navigationssystemen) oder Relay- Angriffe im Werkverkehr.

Sogar wild lebende Tiere, Nässeschäden durch undichte Fugen und der Diebstahl nicht versicherungspflichtiger Geschäftsfahrräder sind im „Plus“-Schutz berücksichtigt. Das sind Details, die im Alltag tatsächlich relevant werden können.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Wettbewerbsfähig und fair

In Bezug auf die Prämiengestaltung positioniert sich der VPV-Gewerbetarif im marktüblichen Mittelfeld. Es handelt sich weder um einen aggressiv kalkulierten Billigtarif noch um eine überteuerte Speziallösung. Die Preisstruktur ist nachvollziehbar und erscheint in Anbetracht der gebotenen Leistungen – insbesondere mit „Plus“-Schutz – als durchaus fair.

Mein Fazit

Mit dem neuen Gewerbetarif bietet die VPV eine praxistaugliche Lösung für viele klassische Branchen. Handwerksbetriebe, Gastronomen oder kleinere Einzelhändler finden hier ein transparentes, leistungsstarkes Produkt mit einigen echten Highlights. Insbesondere der Plus-Baustein sorgt für nennenswerte Absicherungsqualität und reduziert sowohl Kundenrisiken als auch Beratungsrisiken.

Für beratende oder kreative Freiberufler mit besonderen Haftungsanforderungen sowie für komplexere Betriebsrisiken ist der Tarif allerdings nicht ausgelegt. Hier offenbart das Produkt spürbare Lücken. Spezialisierte Anbieter sind hier weiterhin die bessere Wahl.

Über die Autorin:
Nadine Romming wurde 1984 geboren. Sie begann im Jahr 2001 eine Lehre zur Versicherungskauffrau und machte sich bereits 2004 selbständig. Seit 2007 arbeitet sie als Versicherungsmaklerin in Nürnberg und Coburg und ist zudem Gesellschafterin der Vermas
Versicherungsmakler Service GmbH. Romming ist Dozentin, Ausbilderin und Prüferin im Versicherungswesen für verschiedene Bildungsträger wie die Deutsche Maklerakademie. 

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