Berufs­unfähigkeits­versicherung

Arbeitskraft absichern, Einkommen schützen

Wissen Sie, wie viel Ihre Arbeitskraft wert ist? Wahrscheinlich mehr als Ihr Auto und Ihr Hausrat zusammen. Nehmen Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen, multiplizieren Sie es mit 12 und dann mit der Anzahl der Jahre bis zu Ihrer Rente – schnell wird klar: Ihre Fähigkeit zu arbeiten ist mehrere hunderttausend Euro (oft sogar Millionen) wert. Fällt dieses Einkommen weg, stehen finanzielle Sicherheit und Lebensstandard auf dem Spiel. Die gesetzliche Absicherung reicht in so einem Fall bei Weitem nicht aus: Seit einer Rentenreform 2001 gibt es für nach 1961 Geborene keinen vollen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz mehr. Man erhält allenfalls eine Erwerbsminderungsrente, und die liegt häufig nur auf Sozialhilfeniveau. Genau hier greift die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) – sie sichert Ihr Einkommen ab, falls Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können.

Kaum jemand rechnet damit, selbst berufsunfähig zu werden. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Statistisch wird etwa jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Und das durchschnittliche Alter beim Eintritt der Berufsunfähigkeit liegt gerade einmal bei etwa 47 Jahren – also mitten im Arbeitsleben, weit vor der Rente. Das bedeutet: Berufsunfähigkeit trifft viele Menschen völlig unvermittelt und oft früher, als man denkt. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorzusorgen, damit Sie im Ernstfall finanziell abgesichert sind und sich nicht um Ihre Zukunft sorgen müssen.

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar ist

Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – egal ob Bürotätigkeit oder körperlicher Job. Oft wird das Risiko unterschätzt: Viele denken zuerst an Unfälle, dabei sind Unfälle nur für ca. 9 % der Fälle verantwortlich. Viel häufiger zwingen Krankheiten Menschen in die Berufsaufgabe, allen voran psychische Erkrankungen wie Depression oder Burnout (rund 34 % der Fälle) oder Rücken- und Gelenkprobleme (ca. 19 % der Fälle). Auch schwere Krebserkrankungen machen etwa 16 % der Fälle aus. Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit:

Hauptursachen der Berufsunfähigkeit

Es gibt viele Gründe, warum Menschen berufsunfähig werden können. Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit:

Psyche
33%
Erkrankungen des Bewegungsapparates
20%
Neubildungen
17%
Unfälle
10%
sonstige Erkrankungen (Rest)
20%

Diese Zahlen machen deutlich: Die Ursachen sind vielfältig und es kann jederzeit passieren, dass man seinen Beruf längerfristig nicht ausüben kann. Dabei erwischt es nicht nur ältere Menschen – im Gegenteil, jüngere Berufstätige unterschätzen oft ihr Risiko, obwohl gerade in jungen Jahren psychische Belastungen oder Krankheiten bereits zu Berufsunfähigkeit führen können.

Finanziell hat eine plötzliche Berufsunfähigkeit drastische Folgen: Ohne private Vorsorge drohen erhebliche Einkommenseinbußen. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente deckt – wenn man überhaupt einen Anspruch hat – oft nur einen Bruchteil des letzten Einkommens ab. Viele Betroffene müssen daher ihren Lebensstandard drastisch reduzieren oder Ersparnisse aufbrauchen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt in dieser Situation ein und zahlt Ihnen eine private Rente, mit der Sie laufende Kosten, Kredite und Ihren Lebensunterhalt weiter bestreiten können. Im Durchschnitt beziehen Berufsunfähige 6–7 Jahre lang Leistungen aus ihrer BU-Versicherung – eine enorm wertvolle Unterstützung, die staatliche Stellen so gar nicht bieten könnten.

Kurz gesagt: Eine BU-Versicherung ist unverzichtbar, um Ihr Einkommen und Ihre Existenz abzusichern. Sie fängt Sie finanziell auf, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können – sei es durch Krankheit, Unfall oder andere Schicksalsschläge.

Was genau leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund von Krankheit oder Unfall voraussichtlich dauerhaft oder für zumindest 6 Monate zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Diese Voraussetzungen definieren den Leistungsfall der Berufsunfähigkeit. Wichtig: „Berufsunfähigkeit“ im Sinne der Versicherung bedeutet nicht, dass Sie gar nicht mehr arbeiten können, sondern dass Ihr aktueller Beruf nicht mehr auszuüben ist.

Dieser Punkt unterscheidet die BU-Versicherung maßgeblich von der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Die private BU schützt Ihren erlernten bzw. ausgeübten Beruf. Die gesetzliche Versicherung hingegen kennt nur die Erwerbsunfähigkeit: Hier würde geprüft, ob Sie irgendeine andere Tätigkeit noch mindestens ein paar Stunden pro Tag ausüben können. Das heißt, ohne private BU könnten Sie im schlimmsten Fall auf einen völlig anderen Job verwiesen werden (Pförtner statt Professor, Hilfsarbeiter statt Handwerksmeister) und hätten keinen Anspruch auf eine Rente. Bei einer guten privaten Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen wird auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichtet – dazu gleich mehr. Es zählt also Ihr tatsächlicher Beruf und Ihre individuelle Situation, was einen viel besseren Schutz bietet.

Tritt der Leistungsfall ein und Ihr Versicherer erkennt die Berufsunfähigkeit an, erhalten Sie die vereinbarte BU-Rente monatlich ausgezahlt, solange die Berufsunfähigkeit besteht – im Idealfall bis zum Rentenalter. Damit können Sie trotz des Verlusts Ihrer Arbeitskraft finanziell unabhängig bleiben.

Welche Arten von Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es?

Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht gleich Berufsunfähigkeitsversicherung. Es gibt verschiedene Formen, wie dieser Schutz ausgestaltet sein kann, zum Beispiel:

  • Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU): Ein eigenständiger Versicherungsvertrag, der ausschließlich das BU-Risiko absichert. Vorteil: Sie ist flexibel anpassbar (z. B. Höhe der Rente, Laufzeit) und nicht an eine andere Versicherung gekoppelt. Im Leistungsfall erhalten Sie direkt die BU-Rente gemäß Vertrag. Dies ist die klassische und meist empfohlene Variante für umfassenden Schutz.
  • Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ): Hier wird die BU-Absicherung als Zusatzbaustein an eine andere Hauptversicherung angehängt, meist an eine Lebensversicherung oder private Rentenversicherung. Vorteil: Kombination in einem Vertrag, oft etwas geringere Kosten als zwei separate Policen. Aber Achtung: Manche Versicherer kalkulieren BUZ-Prämien dynamisch, d. h. der Beitrag steigt jährlich mit Ihrem Alter. Außerdem endet der BU-Schutz, wenn die Hauptversicherung endet oder gekündigt wird. Eine BUZ kann sinnvoll sein, erfordert aber genaue Vertragsprüfung – dabei helfe ich Ihnen selbstverständlich.
  • BU in der betrieblichen Altersvorsorge oder Basisrente (Rürup): Bei dieser Variante wird der BU-Schutz in einen Altersvorsorgevertrag integriert. Der Vorteil liegt in steuerlichen Vergünstigungen: Beiträge zur bAV oder Basisrente sind steuerlich absetzbar. Allerdings müssen Leistungen im BU-Fall später versteuert werden, und bei einer bAV fallen zusätzlich Krankenversicherungsbeiträge auf die Rente an. Die BU-Leistung im Ernstfall ist daher netto niedriger. Diese formgebundenen Lösungen können sich lohnen, bedingen aber eine gründliche Beratung, um Vor- und Nachteile (Steuern, Flexibilität, Kündbarkeit) abzuwägen.

Welche Form für Sie am besten ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Einkommen, Beruf, vorhandene Verträge und steuerliche Aspekte. Als unabhängige Versicherungsmaklerin berate ich Sie hierzu objektiv und finde die optimale Lösung in diesem Dschungel der Möglichkeiten. Wichtig ist, dass Ihr BU-Schutz ausreichend hoch und verlässlich ist – egal in welcher Form er umgesetzt wird.

Meine Expertise – Ihr Vorteil bei der Beratung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, ist Vertrauenssache. Als erfahrene Versicherungsmaklerin unterstütze ich Sie von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung. Dabei profitieren Sie besonders von meiner persönlichen Expertise:

  • Know-how aus der Praxis: Ich habe jahrelang in der Leistungsabteilung eines großen BU-Versicherers gearbeitet. Das heißt, ich kenne die internen Abläufe bei Leistungsfällen aus erster Hand. Dieses Insider-Wissen lasse ich direkt in meine Beratung einfließen – zu Ihrem Vorteil. Ich weiß genau, worauf es ankommt, damit ein Antrag im Ernstfall problemlos anerkannt wird und schnell leistet.
  • Individuelle Risikoanalyse: Ich nehme mir die Zeit, Ihre berufliche und gesundheitliche Situation gründlich zu betrachten. Gemeinsam ermitteln wir den passenden Umfang der BU-Absicherung – etwa wie hoch Ihre BU-Rente sein sollte, damit Sie im Ernstfall finanziell ohne Sorgen leben können. Ihr Vertrag wird maßgeschneidert an Ihre Bedürfnisse angepasst.
  • Hilfe bei Gesundheitsangaben: Die Gesundheitsfragen im Antrag sollten stets wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden – dabei unterstütze ich Sie, um Fallstricke zu vermeiden. Durch meine Erfahrung weiß ich, wie Versicherer auf bestimmte Vorerkrankungen reagieren und wie man dennoch einen солiden Schutz bekommt. Ehrlichkeit ist hier wichtig, damit im Leistungsfall keine Leistung verweigert wird.
  • Unabhängiger Marktüberblick: Als unabhängige Maklerin kann ich aus vielen Gesellschaften den für Sie passenden Tarif auswählen. Ich kenne die Unterschiede, Stärken und Schwächen der Anbieter – zum Beispiel, wer kundenfreundliche Bedingungen hat oder im Leistungsfall als verlässlich gilt. Sie erhalten also keinen Einheitsbrei, sondern die für Sie beste Lösung.
  • Betreuung auch im Leistungsfall: Mein Service hört nicht nach Vertragsabschluss auf. Sollte der Ernstfall eintreten, stehe ich Ihnen mit der Vermittlung von Experten zur Seite. Dank meiner Erfahrung in der Leistungsprüfung weiß ich genau, welche Unterlagen wichtig sind und wie man den Prozess beschleunigen kann. Sie sind also auch im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht allein – ich kümmere mich darum, dass Sie Ihre Rente bekommen.

Diese persönliche Rundum-Betreuung unterscheidet mich von vielen Online-Vergleichsportalen oder Bankberatungen. Hier bekommen Sie kompetente Beratung mit Herz und Verstand. Mein Ziel ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen und sicher sein können, die richtige Entscheidung zu treffen.

Fragen und Antworten

Es gibt verschiedene Leistungserweiterungen, die, je nach Gesellschaft, mit eingeschlossen werden sollten. Auf folgende Punkte sollten Sie unter anderem achten:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung
    Sie können Ihren Beruf nicht mehr ausüben und es wird durch die Gesellschaft nur der zuletzt ausgeübte Beruf im Regelfall geprüft.
  • Infektionsklausel
    Sollten Sie aufgrund einer Infektion nicht mehr arbeiten dürfen, wird dies bei der Berufsunfähigkeitsversicherung durch die sog. „Infektionsklausel“ abgesichert.
  • Loss-of-License-Klausel
    Sollten Sie Ihre Berufslizenz aufgrund Ihres gesundheitlichen Zustandes verlieren, so sind Sie noch nicht automatisch Berufsunfähig. Der Verlust der Lizenz wird aber bei einigen Versicherungsgesellschaften zusätzlich durch diese Klausel abgesichert.
  • Umorganisation bei Selbständigen
    Selbständige sollten immer prüfen, in wie weit sie zur Umorganisation bei Berufsunfähigkeit verwiesen werden können. Sollte dies möglich sein, so wird keine Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Klare Definitionen der Umorganisation sind hier entscheidend!
  • Nachversicherungsgarantie
    Durch die Änderungen im Leben ergibt sich auch manchmal ein höherer Absicherungsbedarf. Diese Erhöhung der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte dann auch ohne eine neue Gesundheitsprüfung möglich sein, wenn z. B. durch Heirat, Hauskauf oder die Geburt eines Kindes der Mehrbedarf entsteht.

Gesundheitsfragen sollten so genau wie möglich beantwortet werden. Sie unterschreiben mit der Antragsstellung, dass Sie die Gesundheitsfragen mit bestem Wissen und Gewissen beantwortet haben.

Zu empfehlen ist es, hierzu die behandelnden Ärzte zu fragen, welche Erkrankungen in den letzten Jahren vorlagen oder sich einfach den Gesundheitsverlauf bei der gesetzlichen Krankenversicherung (auch Kassenärztliche Vereinigung) oder bei der privaten Krankenversicherung anzufordern. Wenn Sie dies gemacht haben, erhalten Sie eine Aufstellung, was in den letzten Jahren von den Ärzten abgerechnet wurde, incl. der Diagnosen. So haben Sie die Sicherheit, dass Sie diese Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten können. Je besser Sie die Gesundheitsfragen beantworten, desto weniger Reibungspunkte gibt es bei Leistungsstellung. Denn erst dann wird geprüft, ob Sie die Gesundheitsfragen auch wahrheitsgemäß beantwortet haben.

Die BU-Rente sollte so bemessen sein, dass Sie damit Ihren Lebensunterhalt bestreiten können, wenn Ihr Arbeitseinkommen wegfällt. Als Faustregel empfehlen viele Experten ca. 60–80 % Ihres Nettoeinkommens zu versichern. Überlegen Sie, welche festen Ausgaben Sie pro Monat haben (Miete/Kredit, Lebenshaltung, Versicherungen etc.) und planen Sie lieber etwas Großzügiger, um auch Inflation und zukünftige Ausgaben abzudecken. Maximal bieten Versicherer oft Renten um die 2/3 des Bruttogehalts an – die optimale Höhe ist individuell. Ich helfe Ihnen gern, einen passenden Betrag zu ermitteln, der finanziell machbar ist und Sie im Ernstfall ausreichend versorgt. Denken Sie daran: Eine zu niedrige BU-Rente hilft wenig, wenn Sie dann trotzdem finanziell kämpfen müssen. Lieber von Anfang an etwas höher ansetzen und bei Bedarf die Nachversicherungsgarantie nutzen, um später aufzustocken.

Sollten Sie tatsächlich berufsunfähig werden, melden Sie dies so früh wie möglich Ihrem Versicherer. Ich vermittle Ihnen eine Unterstützung für das Ausfüllen der Leistungsanträge. Wichtig ist, alle geforderten Unterlagen (ärztliche Berichte, Zeugnisse etc.) vollständig einzureichen und eng mit den Ärzten zusammenzuarbeiten. Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit dem Versicherer – oder überlassen Sie diese Kommunikation dem Spezialsiten, damit keine Missverständnisse entstehen. Keine Sorge: Ich begleite meine Kunden im Leistungsfall und kenne die Abläufe genau (durch meine frühere Tätigkeit in der BU-Leistungsprüfung). Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ihr Leistungsantrag ordentlich bearbeitet wird. Halten Sie sich an therapeutische Empfehlungen Ihrer Ärzte, damit der Versicherer sieht, dass Sie alles tun, um ggf. Ihre Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Bei Fragen oder Problemen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit zur Seite. So stellen wir sicher, dass Sie schnellstmöglich Ihre BU-Rente erhalten, wenn es darauf ankommt.

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